Stand: 11.11.2018 09:47 Uhr

Der derzeitige Ebola-Ausbruch ist der bislang schwerste in dem Land: Mehr als 200 Menschen sind an dem Virus bereits gestorben, knapp 300 Fälle sind bestätigt. Gegen die Impfung gibt es starke Widerstände.

Im Kongo sind seit dem Ebola-Ausbruch vor rund zwei Monaten 201 Menschen an den Folgen der Erkrankung gestorben. Bisher sei das Ebola-Virus in 291 Fällen bestätigt worden, teilte das kongolesische Gesundheitsministerium am Samstagabend mit. Der derzeitige Ebola-Ausbruch sei der bislang schwerste im Kongo.

Mehr als 28.000 Menschen seien gegen die Krankheit geimpft worden. Der jüngste Ausbruch des gefährlichen hämorrhagischen Fiebers konzentriert sich auf die Großstadt Beni und ihre Umgebung in der unruhigen Provinz Nord-Kivu. Dort sind mehrere Milizen und Rebellengruppen aktiv, was es Helfern schwer macht, Patienten schnell aufzusuchen, zu isolieren und ihre Angehörigen zu kontaktieren.

Sicherheitslage ist größte Herausforderung

Die Sicherheitslage stelle die größte Herausforderung dar, sagte der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus zuletzt. Bei Angriffen würden die Einsätze der Rettungskräfte gestoppt. “Wenn der Einsatz still steht, erhält das Virus einen Vorteil.”

Auch gegen die Impfung gibt es in der Bevölkerung – die von einem tiefen Misstrauen gegen die Regierung geprägt ist – Widerstände.

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt, es verursacht Fieber und oft mbadive innere Blutungen. Beim bislang schwersten Ausbruch 2013 bis 2016 erkrankten in Westafrika 28.000 Menschen.

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